Checkliste „ternär“

Hier ist die Ergänzung zum Blatt: Schlagzeug Technik Checklist. Diesmal dreht sich alles um die ternäre Welt, welche sich vor allem durch das Timing und die stärker abwechselnde Gewichtung von rechten und linken Schlägen, unterscheidet.

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Zudem sind die Tempi diesmal von 50 bpm aufwärts in 20er Schritten verfasst, um auch in der ungerade Timing Welt, stabil zu werden. Diese Scala empfiehlt sich ebenfalls für die binäre Checklist. Allgemein gilt: Je geringer die Abstände zum vorherigen Tempo sind, desto genauer muss man sich auf das neue Timing einstellen. Die 20er Schritte dieser Scala sind also vor allem zum Erlernen der benötigten, technischen Schnelligkeit, gedacht. Hier gehts zum PDF

Midi is a (Drum)Teacher

Vor allem in der Musik Produktion ist das Midi Format durch hochwertige Samples nicht mehr wegzudenken.

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Die Vorteile von Midi zum Erlernen von Songs scheint bisher jedoch wenig in den Köpfen zu sein. Dabei sind die Möglichkeiten schier endlos und sowohl im Selbststudium als auch für Lehrer vielseitig und schnell anwendbar. Die wichtigsten Funktionen im Überblick z.B als Playalong, sind:

  • Tempo ist frei wählbar
  • Metronom lässt sich an und abstellen
  • Schwierige Stellen lassen sich per Loop üben
  • Instrumente lassen sich muten (z.B. nur mit der Bassline üben)
  • eigene Ideen werden gefördert durch die simpleren Strukturen
  • Sound ist auch mit günstigen Programmen wie Garageband oder Studio One recht ordentlich und wird immer besser
  • Abschnitte lassen sich visuell erkennen 
  • schnelle Arrangier-Optionen 
  • viele exakte und vollständige Versionen online verfügbar 
  • Noten sind ersichtlich
  • Files lassen sich direkt mit Notationssoftware öffnen z.B. Muse Score
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Midi File im Note Editor von Logic

Für Drummer liegt der Vorteil besonders im frei wählbaren Tempo und den vielen Möglichkeiten zum Erlernen der Form. Schwerere Übergänge können gezielt geprobt werden, ohne dabei die Bandmitglieder unnötig zu nerven.

Es gibt zwar erstaunlich viel gute und detailreiche Files, aber immer wieder findet sich auch schlechtes Material. Im Zweifelsfall lohnt sich das Gegenhören mit der Originalversion.

Green Card – Bucket Drumming

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Bucket Drumming, also das Drummen auf Farbeimern, hat Tradition. Mit der mittigen Bassdrum und den Snare Rimshots am Rand lässt sich ziemlich viel Sound aus Müll gewinnen.

Ein Klassiker des Bucket Drummings befindet sich in der Anfangsszene des Films „Green Card“ aus dem Jahre 1990. Ein schwitzender Jugendlicher spielt in einer New Yorker U-Bahn Station um sein Leben. Hier gehts zum Stück!

Die Transkription beschränkt sich auf die zentralen Pattern und spart die atemberaubenden 32-tel und 6-tolen Passagen bewusst aus. Hier kann frei improvisiert werden je nach Fähigkeiten. Ausserdem empfiehlt sich die Form frei zu wählen und sich lediglich das Intro und das Outro als Fixpunkte zu setzen. Hält man sich dann noch lose an eine 4-taktige Solo Form kann der Spass schon beginnen.

Also ab ins nächste Maler Fachgeschäft und Bucket Drumming ausprobieren. Hier sind die Noten von „Green Card – dans le Metro“.

Schlagzeug Solo „Kyle“

fig_1Ein Schlagzeug Solo zu spielen ist für viele Anfänger erstmal abstrakt. Ist das Ganze weder ausnotiert noch völlig frei, fehlt oft eine Idee davon,  wie man das Solo strukturieren kann.

Ich habe mit der Hilfe des Logic Pro X Drummers „Kyle“ ein simples Solo erstellt, damit Schüler verstehen, dass ein Schema eine zentrale Orientierung bieten kann und das weniger oft mehr ist. Hier gibts das Stück „Kyle One“ zum anhören. Hier gehts zur Midi Datei, um selber daran zu basteln: „Kyle One Midi“. Hier gehts zum PDF mit der Form: „Kyle One PDF“

Dabei lässt sich die Form mit der Arrangement Funktion in Logic sehr leicht erstellen. Der Drummer passt sich den Klischees an, die in einer Bridge oder einem Intro etc. gespielt werden. So ist mit wenigen Klicks eine Form entstanden, die ein Drummer auch in einem Rocksong spielen könnte.

Verändert man dann noch die Parameter und setzt die Häufigkeit der Fill-Ins ganz nach oben, klingt das Ganze schon ziemlich solistisch. Zudem habe ich noch 2 Stellen hinzugefügt, die den ansonsten durchgehenden Groove leicht aufbrechen.

Im Idealfall wird dem Schüler deutlich, dass das Ziel nicht ist, den Logic Drummer Note für Note zu transkribieren, sondern dass die Fill-Ins und die Improvisation der Grooves einerseits zwar einem Schema folgen, andererseits jedoch sehr offen sind für die eigene Improvisation.

Fertig ist ein Groove Solo, welches sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene so pimpen können, wie Sie es gerade möchten und können. Zum Glück klingt das dann nochmal deutlich besser als aus der Konserve!

Schlagzeug Technik Checklist

Ich habe ein Arbeitsblatt entworfen für Schlagzeugschüler, um die wichtigsten technischen Übungen abzudecken. Hier gehts zum PDF.

Die Übungen stammen von der Homepage www.snarescience.com und sind allesamt acht Takte lang. Ich habe in Tabellenform noch das Element des Tempos hinzugefügt. Somit können Schüler eine übersichtliche Strichliste über die erfolgreich absolvierten Übungen im jeweiligen Tempo führen. Alle Übungen kann man sich auch als Video in der Playlist auf meinem Youtube Kanal anschauen.

Ziel dabei ist es, den Schüler mit den wichtigsten Schlägen und Techniken vertraut zu machen, sowie die wichtigsten binären Rhythmen zu vermitteln. Durch die Visualisierung in der Tabelle soll dem Schüler auf einen Blick klar werden, wie wichtig das Element der Wiederholung von Übungen in unterschiedlichen Tempi ist. Ausserdem bietet es eine Orientierungshilfe bei der schier endlosen Anzahl an Technikübungen und zeigt dem Schüler direkt, was bereits absolviert wurde und wo es noch Nachholbedarf gibt.

MUSE SCORE 2.0, NOTATIONSSOFTWARE MIT PDF KONVERTIERUNG

Gerade habe ich die neue Notationssoftware „MUSE SCORE 2.0“ ausprobiert. Vor allem habe ich mich über die unverschämt hohen Preise von Sibelius und Finale geärgert. Ich meine mich nicht daran erinnern zu können, dass die Programme damals schon bis zu 500 Euro gekostet haben oder im Abo bis zu 20 Euro im Monat verlangt werden. Allein daher sollte man eine Open Source Plattform wie Muse Score zumindest mal ausprobieren.

Meine alte Sibelius Version unterstützt zudem noch keinen PDF Import. Es gibt zwar für die aktuelle Sibelius Version eine gratis Funktion mit dem Namen „Photo Score Lite“. Für die professionellere Lösung „Photo Score Ultimate“ werden aber nochmals 200 Euro fällig.

Muse Score 2.0 ist also perfekt für Alle, die mal ausprobieren wollen, wie die Scans von PDF Noten von einem Notationsprogramm importiert und dargestellt werden. Bei meinem Test hatte die Schlagzeugnotation noch einige Fehler die aber mit einiger Umgewöhnung von Sibelus zu Muse Score leicht zu berichtigen war.

Ich denke, dass die Lehrer der Zukunft auch Instanzen sein werden, die Inhalte aus dem Internet filtern und neu anordnen. Copy and Paste ist bei Musiknotation wahrscheinlich so kompliziert wie sonst bei kaum etwas. Jeder Nutzer kann heutzutage Bilder, Texte oder andere Dateien bearbeiten und frei anordnen. Nur bei Musiknotation gibt es noch zu viele Barrieren. Ausserdem fehlt die Integration und Interaktion mit anderen Programmen wie z.b. Open Office usw. Ich hoffe, dass sich dieser Umstand bald ändert.

 

NACHTRAG 2: DAS DAW-MUSIKSOFTWARE-WINDOWS PROBLEM

Seit kurzem gibt es „Pro Tools“ als kostenlose Version. Das klingt erstmal fast zu schön um wahr zu sein, denn Pro Tools wird immer wieder als das Nonplusultra der Musik-Softwares gehandelt. „Pro Tools First“ heisst die kostenlose Version und es gibt sie sowohl für Windows als auch für Mac. Gelingt einem der Einstieg in das Programm, so kann man davon ausgehen, dass sich die Einarbeitung auf lange Sicht lohnt.

Für Schüler und Lehrer, die sich etwas Neues aneignen wollen, gibt es aber auch Nachteile. Das Programm ist für professionelle Studioarbeit konzipiert und Einarbeitung und Einstieg fallen eher schwer. Es wird zudem davon ausgegangen, dass man eine entsprechende Ausstattung wie Midi-Kontroller oder ein Interface besitzt. Das unkomplizierte „einfach mal drauf los basteln mit PC-Tastatur und internem Mikro“ wie es Garageband grandios ermöglicht, fehlt leider. Lehrer, die gut eingearbeitet sind, könnten Frustrationen abfedern, indem sie Schüler gut einarbeiten und Work-Arounds aufzeigen. Ausserdem gibt es viele Tutorials zu Pro Tools und eine grosse User-Community.

Die meisten Funktionen sind vor allem für Anfänger in absolut ausreichendem Masse vorhanden. Grösstes Manko ist allerdings, dass man nur 3 Projekte gleichzeitig speichern kann. Es gibt jedoch für Schüler und Lehrer die Möglichkeit, Jahreslizenzen für ca. 100€ zu erwerben. Ich halte dies für einen cleveren Schachzug der Preispolitik. Eine endgültige Lösung für das DAW-Windows Problem ist es aber in meinen Augen noch nicht, da die erwähnten Nachteile für Schüler noch zu gravierend sind im Vergleich zu Programmen wie Garage Band. Vielleicht hat ja jemand eine Lösung…