Green Card – Bucket Drumming

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Bucket Drumming, also das Drummen auf Farbeimern, hat Tradition. Mit der mittigen Bassdrum und den Snare Rimshots am Rand lässt sich ziemlich viel Sound aus Müll gewinnen.

Ein Klassiker des Bucket Drummings befindet sich in der Anfangsszene des Films „Green Card“ aus dem Jahre 1990. Ein schwitzender Jugendlicher spielt in einer New Yorker U-Bahn Station um sein Leben. Hier gehts zum Stück!

Die Transkription beschränkt sich auf die zentralen Pattern und spart die atemberaubenden 32-tel und 6-tolen Passagen bewusst aus. Hier kann frei improvisiert werden je nach Fähigkeiten. Ausserdem empfiehlt sich die Form frei zu wählen und sich lediglich das Intro und das Outro als Fixpunkte zu setzen. Hält man sich dann noch lose an eine 4-taktige Solo Form kann der Spass schon beginnen.

Also ab ins nächste Maler Fachgeschäft und Bucket Drumming ausprobieren. Hier sind die Noten von „Green Card – dans le Metro“.

Schlagzeug Solo „Kyle“

fig_1Ein Schlagzeug Solo zu spielen ist für viele Anfänger erstmal abstrakt. Ist das Ganze weder ausnotiert noch völlig frei, fehlt oft eine Idee davon,  wie man das Solo strukturieren kann.

Ich habe mit der Hilfe des Logic Pro X Drummers „Kyle“ ein simples Solo erstellt, damit Schüler verstehen, dass ein Schema eine zentrale Orientierung bieten kann und das weniger oft mehr ist. Hier gibts das Stück „Kyle One“ zum anhören. Hier gehts zur Midi Datei, um selber daran zu basteln: „Kyle One Midi“. Hier gehts zum PDF mit der Form: „Kyle One PDF“

Dabei lässt sich die Form mit der Arrangement Funktion in Logic sehr leicht erstellen. Der Drummer passt sich den Klischees an, die in einer Bridge oder einem Intro etc. gespielt werden. So ist mit wenigen Klicks eine Form entstanden, die ein Drummer auch in einem Rocksong spielen könnte.

Verändert man dann noch die Parameter und setzt die Häufigkeit der Fill-Ins ganz nach oben, klingt das Ganze schon ziemlich solistisch. Zudem habe ich noch 2 Stellen hinzugefügt, die den ansonsten durchgehenden Groove leicht aufbrechen.

Im Idealfall wird dem Schüler deutlich, dass das Ziel nicht ist, den Logic Drummer Note für Note zu transkribieren, sondern dass die Fill-Ins und die Improvisation der Grooves einerseits zwar einem Schema folgen, andererseits jedoch sehr offen sind für die eigene Improvisation.

Fertig ist ein Groove Solo, welches sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene so pimpen können, wie Sie es gerade möchten und können. Zum Glück klingt das dann nochmal deutlich besser als aus der Konserve!