Real Book 1 Styles

realbookpicHier ist eine Transkription des Realbook 1 mit allen Styles, die oben links auf den Sheets notiert sind.
Als Schlagzeuger ist es hilfreich, wenn man zu jedem Begriff einen passenden Groove spielen kann, damit man für die nächste Jazz Jam Session gewappnet ist. Die Liste ist sicher nicht ganz vollständig, aber Calypso, Bolero, Funk und vieles mehr findet sich nicht im Real Book 1.
„The hardest thing is to think of a tune“ – Dies hat mal mein Lehrer Jorge Rossy gesagt. Ich muss oft daran denken, denn ich glaube, jeder Musiker kennt das Gefühl, dass einem einfach kein passender Standard auf die Schnelle einfällt. Denkt man aber an die unterschiedlichen Genres, kommt man vielleicht auf gute Ideen, die zugleich noch Abwechslung versprechen, denn ändert sich der Groove und der Stil, dann ändert sich schon ziemlich viel. Von Zeit zu Zeit werde ich diese Liste aktualisieren.
Latin:
Jive / Mambo (Mambo Bounce)
Med. Afro (Night in Tunisia)
12/8 Feel (Con Alma)
Med. Latin (African Flower, Bright Size Life, Song for My Father)
Latin (Como En Vietnam, Sea Journey)
Fast Latin (June 15th, Lie Awake, Senor Mouse)
Flamenco Feel (La Fiesta)
Slow Bossa (The Shadow Of Your Smile)
Bossa (Recordame)
Med. Bossa (Blue Bossa)
Samba (Captain Marvel, 500 Miles High, One Note Samba, The Real Guitarist, Slowly Gone By Gone)
Bright even 8ths / ECM (A Family Joy, April Joy)
Ballade:
Ballad (Round Midnight)
Slow (ly) (My funny Valentine)
Med. Ballad
Ballad Swing (Nefertiti)
Even 8th Ballad (Timeless)
Rock Ballad (In Your Quiet Space, Golden Lady)
Swing: 
Med Slow (Big Nick, Freddie Freeloader, Mood Indigo)
Med Swing (Have you met Miss Jones, In Your Own Sweet Way, Nostalgia In Times Square)
Med. Fast (Swing) (Afro Blue)
Med. 2 Beat (Jelly Roll)
Med. Up / Medium Fast Jazz (Brainville, Half Nelson, Jordi, Lazy Bird, Mr. PC, Passion Dance)
Up / Up Tempo (Moments Notice)
Fast (Cherokee, Chippie, Cottontail, Limehouse Blues, Seven Steps)
Very Fast (Prince Of Darkness)
Jazz Waltz (Someday My Prince Will Come, Waltz For Debbie)
Med. Waltz (Wild Flower)
Swing (Alice In Wonderland, It Don’t Mean A Thing)
Bop (Anthropology, Confirmation, Groovin High)
Med. Bop (Anthropology, Confirmation, Groovin High)
Bright (Ballet, Chicken Feathers)
Med. Blues (Interplay)
Open:
Open Feel
Rubato (Crecent, Prayer)
Rock:
Rock (Grow Your Own, Memphis Underground, Red Clay, Tough Talk, You Are The Sunshine Of My life)
Med. Slow Rock (I wish)
Med Jazz Rock (Think On Me, Stratus)
Rock Ballad (In Your Quiet Space, Golden Lady)

Midi is a (Drum)Teacher

Vor allem in der Musik Produktion ist das Midi Format durch hochwertige Samples nicht mehr wegzudenken.

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Die Vorteile von Midi zum Erlernen von Songs scheint bisher jedoch wenig in den Köpfen zu sein. Dabei sind die Möglichkeiten schier endlos und sowohl im Selbststudium als auch für Lehrer vielseitig und schnell anwendbar. Die wichtigsten Funktionen im Überblick z.B als Playalong, sind:

  • Tempo ist frei wählbar
  • Metronom lässt sich an und abstellen
  • Schwierige Stellen lassen sich per Loop üben
  • Instrumente lassen sich muten (z.B. nur mit der Bassline üben)
  • eigene Ideen werden gefördert durch die simpleren Strukturen
  • Sound ist auch mit günstigen Programmen wie Garageband oder Studio One recht ordentlich und wird immer besser
  • Abschnitte lassen sich visuell erkennen 
  • schnelle Arrangier-Optionen 
  • viele exakte und vollständige Versionen online verfügbar 
  • Noten sind ersichtlich
  • Files lassen sich direkt mit Notationssoftware öffnen z.B. Muse Score
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Midi File im Note Editor von Logic

Für Drummer liegt der Vorteil besonders im frei wählbaren Tempo und den vielen Möglichkeiten zum Erlernen der Form. Schwerere Übergänge können gezielt geprobt werden, ohne dabei die Bandmitglieder unnötig zu nerven.

Es gibt zwar erstaunlich viel gute und detailreiche Files, aber immer wieder findet sich auch schlechtes Material. Im Zweifelsfall lohnt sich das Gegenhören mit der Originalversion.

Green Card – Bucket Drumming

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Bucket Drumming, also das Drummen auf Farbeimern, hat Tradition. Mit der mittigen Bassdrum und den Snare Rimshots am Rand lässt sich ziemlich viel Sound aus Müll gewinnen.

Ein Klassiker des Bucket Drummings befindet sich in der Anfangsszene des Films „Green Card“ aus dem Jahre 1990. Ein schwitzender Jugendlicher spielt in einer New Yorker U-Bahn Station um sein Leben. Hier gehts zum Stück!

Die Transkription beschränkt sich auf die zentralen Pattern und spart die atemberaubenden 32-tel und 6-tolen Passagen bewusst aus. Hier kann frei improvisiert werden je nach Fähigkeiten. Ausserdem empfiehlt sich die Form frei zu wählen und sich lediglich das Intro und das Outro als Fixpunkte zu setzen. Hält man sich dann noch lose an eine 4-taktige Solo Form kann der Spass schon beginnen.

Also ab ins nächste Maler Fachgeschäft und Bucket Drumming ausprobieren. Hier sind die Noten von „Green Card – dans le Metro“.

“GIB MIR ALLES – WANDA” – NOTEN FÜR DAS DRUMSET

Wegen akuter Wanda Sucht gibt es jetzt passend dazu eine Schlagzeug-Transkription des Songs “Gib mir alles”. Man fragt sich, warum die Drumbeats insgesamt einen solch bleibenden Eindruck bei dieser Wiener Band hinterlassen. Auf den ersten Blick befinden sich auf den Alben konventionelle 8tel Pop/Rock Patterns mit auffällig vielen Snare Doppel-Backbeats.
Etwas mehr Raffinesse steckt in diesem Song aber doch.
Besonders interessant ist hier, was nicht (bzw. kaum hörbar) gespielt wird und zwar in der Hi-Hat (Zählzeit 2 und 2+ sowie der Zählzeit 4 werden nicht gespielt). Da hat Schlagzeuger Lukas Hasitschka nochmals genau geschaut, wie es z.B. die Altmeister von den Stones a la Charlie Watts machen. Weniger ist mehr!
Es entsteht eine rhythmische Melodie in der Hi-Hat, die sich deutlich besser mit dem Song verzahnt, als es die konventionelle Methode könnte (durchgehende 8tel).
Solche Details gelangen beim Zuhörer erstmal ins Unterbewusstsein, aber genau da wirkt ja gute Musik oft am ehesten.
Viel Spass mit der Transkription: Gib mir alles – Wanda